SANDER BAART
„Die nächsten Monate werden eine Zeit des Erkundens sein, in der ich herausfinden möchte, ob es etwas für mich wäre. Es gibt viele talentierte Spieler im niederländischen Team, daher muss jeder um einen Platz kämpfen.“
Verein: Verteidiger und Hockey-Nationalspieler für Oranje
Vereinsspieler bei Braxgata
Osaka Hockey
Wir treffen Baart (31) wenige Tage vor seinem Flug nach Argentinien, wo er sich der Oranje-Nationalmannschaft anschließen wird. Die Narbe an seinem Handgelenk ist noch deutlich sichtbar, ebenso wie sein Wunsch, wieder auf höchstem Niveau Eishockey zu spielen. Ob er über seine Verletzung, seinen Wechsel oder die Olympischen Spiele spricht – er wirkt gelassen und bereit für die zweite Saisonhälfte.

Nach vier Jahren kehren Sie nach Oranje-Rood zurück?
Baart: „Oranje-Rood ist mir sehr vertraut, obwohl sich in den letzten Jahren viel verändert hat. Einige Gesichter sind noch da, aber es gibt auch viele neue. Ich bin sehr aufgeregt!“
„Der Hauptgrund für meinen Wechsel ist die Möglichkeit, mit meinem Bruder Jeroen Baart zusammenzuarbeiten, der Assistenztrainer von Robert van der Horst ist. Unser Versuch, das bei RAHC zu machen, ist gescheitert. Es ist schon etwas seltsam, von einem Familienmitglied trainiert zu werden. Auf dem Platz sind wir Profis, abseits des Platzes einfach Brüder. Jeroen ist sehr entspannt und versteht die Bedürfnisse der Spieler sehr gut. Und das Gute ist, er muss nicht den Unsympathen spielen, das ist sowieso eher Sache des Cheftrainers.“ (lacht)
Haben Sie selbst Ambitionen im Trainerbereich?
Baart: „Ich habe natürlich immer schon Trainings gegeben, da ich selbst in der Jugend Hockey gespielt habe. Der Ehrgeiz ist definitiv da. Die nächsten Monate werden eine Zeit des Ausprobierens sein, um herauszufinden, ob das Traineramt etwas für mich ist.“
Hast du den ersten Teil der Pro League aufgrund einer Handgelenksoperation verpasst?
Baart: „Leider habe ich den Premier-League-Start verpasst. Nächste Woche fliege ich nach Argentinien, um mich wieder der niederländischen Mannschaft anzuschließen. Wir hatten einen schwierigen Start mit 1/6 gegen Indien. Dieses Wochenende lief es deutlich besser. Ab nächster Woche werde ich sehr hart trainieren. Ich bin mir nicht sicher, ob ich spielen kann, aber ich hoffe es.“
Haben Sie schon das Tokio-Fieber verspürt?
Baart: „Oh ja! Es werden meine dritten Spiele sein. Nach London (Silber) und Rio (4. Platz) verspricht Tokio das größte Spektakel. Das niederländische Team ist sehr talentiert, daher wird jeder um einen Platz kämpfen müssen. Mit sechs starken Weltklasse-Teams versprechen die Spiele extrem spannend zu werden. Die Olympia-Qualifikation war ein echter Kampf, daher wird sich jedes Spiel lohnen.“ Ich kann es kaum erwarten!










